Chiloe, Argentinien und Coyhaique
wie ihr auf den bildern seht, hatten bis bisher tolles wetter. es hat nur heute morgen etwas genieselt, da aber die wanderstrecke durch den parque nacional de coyhaique größtenteils von dichten bäumen und noch dichteren bambusbüschen umgeben war, sind wir so gut wie nicht nass geworden. auch auf chiloé hatte wir immer sonnenschein. wir haben unsere weiterfahrt von puerto montt in chiloes nördlicher hafenstadt ancud unterbrochen und uns das kleine örtchen samt dem sehr informativen naturkundemuseum angeschaut. antje hat ein weiteres paar chilenische ohrringe erstanden direkt vom plaza de armas, wo die beiden omis hinter ihren theken sassen und weitere schals, ponchos unnd socken zustricken schienen. bisher der schönste handwerkskunstmarkt. auch castro ist überschaulich und keine große besonderheit, was die stadtarchitektur angeht, aber es stellt für 2 tage einen guten ausgangspunkt für exkursionen in den nur 50 km entfernten (allerdings mit 2-stündiger busfahrt erreichbaren) parque nacional de chilo{e. wir wandeln auf einem sehr schönen naturlehrpfad durch sumpfigen, urigen und immergruenen wald und finden uns mittendrin in größter abgeschiedenheit bei lamm von der feuerstelle und kühlem bier wieder. anschließend stapfen wir durch sandige dünen und halten die heissen füsse in kaltes pazifikblau. bei der planung der weiteren tage stellen wir fest, dass wir diesen teil hätten um einiges eher organisieren sollen. denn die fähre von der insel weg geht nur zweimal wöchentlich und zu spät für uns. ausserdem können wir den langersehnten aufenthalt im parque pumalin nicht in die tat umsetzen, da das gesamte gebiet nicht zugänglich ist. der vulkanausbruch im letzten juli ist schuld und hat zur vorübergehenden schliessung des parks und zur komplettumsiedlung des ortes chaitén geführt. die lösung ist eine 24-stündige busfahrt zurück über puerto montt, osorno, san carlos de bariloche (argentinien) nach coyhaique. wir wurden durch wunderschöne ausblicke entschädigt und schiessen unzählige bilder von den parques nacionales auf beiden seiten. die gesamte nacht fahren wir parallel zu den anden durch den westen argentiniens über kurvige asphaltstrassen und huckelpisten, die aber laut anderer busmitfahrer immernoch um einiges besser sein sollen als die chilenische carretera austral. wir erkunden zugleich das zentrum von coyhaique und um nicht den gleichen fehler erneut zu begehen, auch sämtliche exkursionsmöglichkeiten. coyhaique hat von den orten, die wir bisher gesehen haben, die schönste innenstadt (guterhaltenene häuser, saubere parks und eine hübsche fussgängerzone) und die naheliegendsten parks. in 3 tagen werden wir dem ort den rücken kehren und in unser flitterhotel gebracht. bis dahin wird gewandert und nach möglichkeit geradelt, denn danach wird entspannt!
1 year ago | Comments (View)