wir stiefeln durch santiago (24. + 25.1.09)
unser allererster aufbruch in die stadt hat uns neben den plattfüssen und harald den ersten sonnenbrand vor allem erste schöne bilder (das wetter ist am nachmittag noch richtig sonnig warm geworden) und viele viele eindrücke gebracht: die hauptattraktionen santiagos liegen recht nah bei einander und sind auch ein muss wenn man schon einmal da ist: plaza de las armas ist ein grosser platz mit vielen menschen und nochmehr tauben und ein paar fotogenen gebäuden; der palacio de la moneda hat nichts mit dem kleingeld zu tun, sondern hier regiert die präsidentin chiles und rings um das areal findet man neben vielen statuen chilenischer präsidenten (z.b. salvador allende gossens, der am 11.9.1973 durch den staatsstreich von pinochet umsleben kam) steht vor dem ministerium für gerechtigkeit) auch die einzelnen ministerien. einen schönen überblick von der gesamten stadt bekommt man von einem kleinen berg, der so ziehmlich im zentrum liegt und santa lucía genannt wird. dort sind wir raufspaziert mit ein paar warmen empanadas in der tüte und haben uns auf halbem wege im schatten auf einer bank ausgeruht. bei gutem wetter kann man nicht nur über die gesamte stadt sehen, sondern hat auch einen fantastischen blick auf die anden, die sozusagen direkt vor der haustür liegen. leider ist durch die kessellage das wetter selten so günstig, aber uns hat der erste diesige anblick fürs erste schon begeistert. generell ist santiagos zentrum von vielen fastfoodläden gekennzeichnet und man sieht schnell ein, dass die chilenische jugend wirklich die “zweitdickste”, gleich nach den usa, auf dem amerikanischen kontinent ist. ausserdem sind uns auch die vielen strassenverkäufer aufgefallen, die auf einer decke ausgebreiteten, selbstangefertigten schmuck verkaufen oder “cola congelado” (gefrorene cola) aus einem scheinbar bis zum rand mit eisgefüllten karton. um mal einen bezug zum einkaufen zu bekommen: 1 chilenische empanada con carne (teigtasche mit hackfleisch gefüllt) ca. 700 chilen. pesos (entspr. 0,90eur) 1,5 l stilles wasser sind ungefähr 500 clp also rd. 0,60eur einzelfahrt mit der metro kostet pro person 320 clp, was ca. 0,39eur macht den sonntag haben wir ebenso erfolgreich genutzt. nach gemütlichem frühstück sind wir losgestiefelt richtung zoológico, den wir von meiner sitznachbarin im flugzeug (in 13 stunden hat man ja viel zeit zum reden) empfohlen bekommen haben. auf dem weg dahin haben wir uns noch mit etwas wasser aus dem supermarkt bestückt (ja, 7 tage die woche geöffnet von 8-9uhr bis 22-23uhr (!) ) und haben den wohl schönsten stadtteil santiagos kennengelernt: bellavista! unzählige restaurants, bars, cafés und ganz viele geschäfte mit “artesanías” (kunsthandwerkliches wie schmuck, leder- oder wollwaren). dahinter liegt der “zoológico metropolitano de santiago de chile” und dort stiegen wir (denn der zoo liegt am berg) neben vielen chilenischen familien die wege an den gehegen hinauf, hier und da nach schatten suchend und staunend wie die ganz kleinen über die vielen witzigen, hübschen, imposanten und komischen tiere aus südamerika und dem rest der welt. geplättet von der mittlerweile heissen sonne, haben wir uns ein kleines plätzchen gesucht und unserern ersten “mote con huesillos” gekostet - ein getränk auf der basis von pfirsichsaft mit weizenkernen, das kalt getrunken sowohl durst- als auch hungerstillend ist ;). um noch ein weilchen vor der sonne zu flüchten haben wir uns erneut in den patio bellavista begeben und ein “quesadillo” (weizentortilla mit tomate und käse gefüllt überbacken) mit 2 “pisco sour” (pisco ist das chil. nationalgetränk) als kleines mittagsmahlzeit verspeist. nun sind wir zurück im patio suizo und planen die kommende tage, von denen wir auch bald berichten werden. bei euch ist es nachts viertel nach eins - also buenas noches und bis bald.
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